Burma (Myanmar)
Birman
Die Heilige Birma, auch bekannt als 'Heilige Katze von Burma', ist eine auffällige Colorpoint-Katze mit vier reinweißen Pfoten. Sie ist bekannt für ihr süßes, sanftes Wesen und ihr seidiges Fell.
Die Heilige Birma ist eine Katze voller Geheimnisse und Magie. Bekannt als die “Heilige Katze von Burma”, verbindet sie die auffällige Schönheit einer Siamkatze mit der sanften Flauschigkeit einer Perserkatze. Ihr definierendstes Merkmal sind jedoch ihre vier reinweißen Pfoten, die wie kleine weiße Handschuhe aussehen. Wenn du eine Katze willst, die schön, höflich und zutiefst liebevoll ist, ist die Birma eine göttliche Wahl.
1. Geschichte und Ursprünge: Die Tempel-Legende
Die Geschichte der Birma ist eine Mischung aus bezaubernder Legende und trüben Fakten.
Die Legende der blauen Augen
Die Legende besagt, dass vor Jahrhunderten in einem Tempel in Burma eine goldene Göttin mit saphirblauen Augen verehrt wurde. Der Hohepriester hatte eine weiße Katze namens Sinh. Als der Priester starb, legte Sinh seine Pfoten auf ihn. Die Göttin verwandelte die Katze: Ihr Fell wurde golden, ihre Augen wurden saphirblau, und ihr Gesicht, ihre Ohren und ihr Schwanz nahmen die Farbe der Erde an. Ihre Pfoten jedoch – die den reinen Priester berührten – blieben schneeweiß.
Ankunft in Europa
Der wahre Ursprung ist weniger klar, aber Berichten zufolge wurde 1919 ein Paar Birma-Katzen von Burma nach Frankreich verschifft. Das Männchen starb während der Reise, aber das Weibchen, Sita, kam trächtig an. Die gesamte Rasse im Westen stammt von ihren Kätzchen ab. Die Rasse wurde während des Zweiten Weltkriegs fast ausgelöscht, wobei zu einem Zeitpunkt nur noch zwei Birma-Katzen in Europa am Leben waren, wurde aber mühsam wieder aufgebaut.
2. Erscheinungsbild: Die weißen Handschuhe
Die Birma ist eine mittelgroße bis große Katze mit einem langen, robusten Körper.
Das Fell
Sie haben ein halblanges, seidiges Fell. Entscheidend ist, dass Birmas keine Unterwolle haben, was bedeutet, dass ihr Fell selten verfilzt und viel einfacher zu pflegen ist als das einer Perserkatze.
Farbe und Muster
Birmas sind Colorpoint-Katzen. Sie haben einen hellen Körper (Eierschale oder goldener Nebel) mit dunkleren Points (Ohren, Gesicht, Beine, Schwanz).
- Häufige Farben: Seal, Blue, Chocolate, Lilac.
- Die Handschuhe: Das Unterscheidungsmerkmal sind die weißen “Handschuhe” an den Vorderpfoten und die weißen “Sporen” (Gauntlets), die an der Rückseite der Hinterbeine hochlaufen. Diese müssen symmetrisch und reinweiß sein.
Das Gesicht
Sie haben einen breiten, runden Kopf, eine mittellange Nase (kein “eingedrücktes” Gesicht) und tiefe, brillante blaue Augen, die ihnen einen süßen Ausdruck verleihen.
3. Persönlichkeit: Der mittlere Weg
Birmas finden eine perfekte Balance zwischen der aktiven Siamkatze und der sesshaften Perserkatze.
Sanft und Ruhig
Sie sind bekanntermaßen sanfte Katzen. Sie sind nicht laut oder fordernd. Sie haben eine weiche, zwitschernde Stimme und sind im Allgemeinen sehr höfliche Mitbewohner.
Menschenbezogen
Birmas lieben Menschen. Sie werden dir von Raum zu Raum folgen und wollen bei allem helfen, was du tust (Bett machen, am Computer arbeiten). Sie sind jedoch nicht anhänglich oder neurotisch. Sie sind einfach glücklich, in deiner Nähe zu sein.
Verspielt aber Ruhig
Sie genießen das Spiel und können recht aktiv sein, wenn sie wollen, aber sie toben nicht wie ein Tornado durch das Haus. Aufgrund ihrer geduldigen Art sind sie hervorragend mit Kindern und anderen Haustieren verträglich.
4. Pflege und Bedürfnisse
Fellpflege
Da ihnen die Unterwolle fehlt, gehören Birmas zu den am einfachsten zu pflegenden Langhaarkatzen. Ein wöchentliches Kämmen reicht normalerweise aus, um ihr seidiges Fell in Top-Zustand zu halten.
Leben im Haus
Birmas sind vertrauensvoll und nicht besonders straßentauglich. Sie werden am besten als Wohnungskatzen gehalten, um sie vor Verkehr und Diebstahl zu schützen (sie sind sehr schön und freundlich).
Gesellschaft
Obwohl sie nicht so fordernd sind wie manche Rassen, mögen sie es nicht, längere Zeit allein gelassen zu werden. Wenn du lange arbeitest, ist eine zweite Katze eine gute Idee.
5. Gesundheit und Lebenserwartung
Birmas sind im Allgemeinen eine gesunde Rasse mit einer Lebenserwartung von 12-16 Jahren.
Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Wie bei vielen Rassekatzen ist die Herzgesundheit ein Hauptanliegen.
Nierenerkrankungen
Einige Linien können eine höhere Inzidenz von erhöhten Nierenwerten oder Erkrankungen aufweisen.
Augenprobleme
Historisch gesehen schielten einige Birmas (ein Überbleibsel ihrer siamesischen Abstammung), aber Züchter haben dieses Merkmal weitgehend eliminiert.
6. Ist eine Heilige Birma das Richtige für dich?
Pros
- Pflegeleichtes Fell: Seidiges Fell, das nicht leicht verfilzt.
- Temperament: Die perfekte Mischung aus verspielt und ruhig.
- Wunderschön: Atemberaubende blaue Augen und einzigartige weiße Pfoten.
Cons
- Selten: Kann schwer sein, einen Züchter zu finden; Wartelisten sind üblich.
- Kosten: Qualitätskätzchen sind teuer.
- Sozial: Braucht Gesellschaft und sollte nicht den ganzen Tag allein gelassen werden.
Fazit
Die Heilige Birma ist eine magische Rasse, die ein Gefühl von Frieden und Schönheit in ein Zuhause bringt. Sie sind die perfekte “Mittelweg”-Katze – nicht zu aktiv, nicht zu faul, genau richtig. Mit ihren seelenvollen blauen Augen und sanften Pfoten werden sie dein Herz berühren, genau wie der legendäre Sinh den Priester berührte.
Haupteigenschaften
- Lebenserwartung
- 12 - 16 Jahre
- Temperament
- Sanft, Liebevoll, Ruhig, Sozial, Höflich